Die Kunst zu Scheitern – Konstantin Wecker

Konstantin Weckers Biografie ist recht kurz, aber eindrucksvoll, realitätsnah und geht ans Herz. Man begegnet Konstantin Wecker dem Jugendlichen, der für immer mit seiner Kunst, dem Musikmachen und dichten um die Welt ziehen will. Dafür sogar einbricht, Geld klaut, erwischt wird und ins Gefängnis kommt und dadurch etwas mehr erwachsen wird. Immer wieder Abstürze erlebt, erklärt. Ich war sehr berührt von seiner Geschichte. Wie der Titel ja sagt, eine Geschichte des Scheiterns. Doch was sollte er anders tun, als immer wieder tun, und nicht siegen, sondern scheitern, Vater sein, Musik machen, seiner Leidenschaft, dem Lieder machen, Konzerte geben und sich so, auf seine Weise zu engagieren?!

Ein zartes und gleichzeitig hartes Buch. Es will viel von der Realität zeigen und der Ungerechtigkeit der Welt, unserer jetzigen Welt. Doch immer wieder kommt Konstantin Wecker darauf zurück, dass man nur scheitern kann, weil wir Menschen sind. Wenn man die Blendungen und Ablenkungen durch die Medien, durch das Geld, durch die Macht weglässt, bleibt das über: Mensch sein, mit allen seinen Schwächen und Fehlern.

Konstantin Weckers Leidenschaft, ja ich würde sagen Seele, wenn man daran glaubt, hängt in seinen Liedtexten, dort ist er er selbst. Die Texte denkt er sich nicht Zeile für Zeile aus, sondern sie platzen aus ihm herraus, müssen herraus, können nicht anders.

Davon handelt das Buch. Besonders für jemanden, der gerne Biografien liest, andere Menschen aus seiner Sicht kennenlernt, eine klare Leseempfehlung! Auch, wenn manchmal seine arrogante Art durchkommt. Aber, wir sind eben alle unperfekt :).

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Ein Gedanke zu “Die Kunst zu Scheitern – Konstantin Wecker

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