sonntags: Lesen!

Heute Früh war mal wieder ein richtig schöner Lesevormittag. Streifzüge durch das Abendland – Europa für Anfänger und Fortgeschrittene von Bill Bryson zu Ende gelesen. Hm, das ist mein 3. Buch von ihm und es bestätigt sich auch hier, Bill Bryson schreibt gut, beherrscht es, Reisen zu beschreiben, aber sobald es um etwas geht, was ein bisschen her ist „und damals, als der Katz dabei war…“, wird es für mich auf Dauer langweilig. Zudem weiß ich nicht, warum auf dem Cover die Akropolis (er war nicht in Griechenland, ja ist nicht mal mit dem Zug durchgefahren) und ein Esel (es ist nur in einem Satz die Nicht-Anwesenheit eines Esels erwähnt) zu sehen ist.

Rätsel über Rätsel, die vielleicht mit Hilfe der Erfindungen in meinem neuangefangenden Buch Der seltene Vogel von Jostein Gaardner zu lösen wären. Nachdem ich den Bill Bryson zu Ende hatte, wollte ich weiterlesen, hab zu meinem Freund gesagt, er soll mir ein Buch aus meinem Regal aussuchen und eben dieses kleine, bis jetzt ganz gute Buch hat er mir in die Hand gedrückt. „Lies“ 🙂

Ja, ich war diesmal nicht so fleißig. Aber ich hab delegiert ;). Eine liebe Freundin vernäht mir jetzt meine ganzen (immerhin 190 Stück) Granny squares, weil es ihr nichts ausmacht und ich helf ihr dafür nächste Woche beim Schrank aufbauen :). Bald sind also alle granny sqaures da und das Sortieren kann beginnen :).

Advertisements

Vom Aussteigen & Ankommen – Jan Grossarth

Foto0537

Es war das erste Buch, das ich in diesen Jahr gelesen hab. Und jetzt ist es schon Mitte Februar. Mit dieser Rezesion hab ich mir also lange Zeit gelassen :-). Was daher kommt, dass meine Erwartungen an dieses Buch nicht erfüllt wurden.

Zur Vorgeschichte:

Seit Jahren beschäftige ich mich mit solchen Themen wie in dem Buch; frage mich, ob es nicht etwas anderes gibt, als nur in die meist nicht geliebte Arbeit gehen, sich von Wochenende zu Wochenende hangeln, sich ständig fragen, warum hier so wenig Zusammenhalt ist und vorallem, warum hat Geld so viel Macht?! Wenn man sich mit solchen Dingen beschäftigt, sich mit Alternativen zu den vorhandenen Möglichkeiten, kommt man früher oder später zu diesem Buch.

Früher war vor ein paar Jahren, also 2012, als das Buch rausgekommen ist. Damals hab ichs’s in der Buchhandlung angelesen und war nicht überzeugt, wollte es aber irgendwann mal lesen. Eben wegen des Themas.

Das Irgendwann ergab sich, weil eine Freundin mir das Buch zum Geburtstag geschenkt hat. Es wurde an meinem Geburtstag ziemlich rumgereicht und ein paar Leute wollten es auch noch ausleihen.

Nun aber zum Inhalt :-):

Jan Grossarth zieht durch deutschsprechende Lande um anderslebende Menschen, solche, die eben Alternativen zum Arbeitsalltag für sich gefunden haben, ein Stück weit kennenzulernen und mit ihnen zusammen zu leben.

Das Buch bestätigt zum Teil Vorurteile, wie z.B. das Ökoklischee, das wohl viele im Kopf haben, die von Aussteigern hören. Es nimmt die Romantik des anders lebens und zeigt auf, dass auch ein Journalist, der weitestgehend objektiv darstellen sollte, in Schubladen steckt. Die Menschen in dem Buch leben zwar nicht „normal“, aber es sind eben auch „nur“ Menschen, mit all seinen Streitigkeiten.

Der Autor stellt die Menschen oft so dar: an der Grenze zur Hochnässigkeit, in ihrem Denken auf sich und ihre Ideen fixiert und oft nicht tolerant. Er beschreibt und erlebt von außen. Auch bei diesem Buch, wie so oft bei Sachbüchern, die ein Mann geschrieben hat, fehlt mir das Gefühl (ok, er hat Zahnschmerzen :-)). Es ist mir stellenweise zu trocken.

Es íst dennoch ein interessantes Buch, weil man einen Eindruck von diesen Lebensweisen bekommt. Für alle, die sich dafür interessieren oder mal über den eigenen Tellerrand sehen wollen, ist es sicher lesenswert.

 

 

 

 

Film: Das Schicksal ist ein mieser Verräter – The fault in our stars

Ja, auch ich konnte, wie unzählige andere auch, mich diesem Buch nicht entziehen. Ich hab’s im Hugendubel gelesen (ja, komplett, mach ich manchmal, wenn ich Zeit hab und ein neues Buch unbedingt lesen will und nicht erst in 2 Jahren, wenn man es in der Bücherei mal ergattern kann :-). Das Buch hat auch immer noch alle Buchstaben, hab’s ihm nicht rausgelesen :-)).

Das Buch wird ja in diesen Jahr ins Kino kommen und vor ein paar Tagen hab ich den Trailer entdeckt.
Englischer Trailer zu The fault in our stars

Geheult hab ich!! Und das nicht nur beim ersten Mal anschauen, sondern gleich beim zweiten Mal, das 10 Minuten später war, auch!! 🙂

Mich hat das Buch schon bewegt, aber ich finde, dass die Schauspieler so gut rüber kommen und (in den Ausschnitten, die man in dem Trailer sieht) die Emotionen, die ja zur Genüge vorkommen, springen einem vom Bildschrim direkt ins Herz.