Vom Aussteigen & Ankommen – Jan Grossarth

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Es war das erste Buch, das ich in diesen Jahr gelesen hab. Und jetzt ist es schon Mitte Februar. Mit dieser Rezesion hab ich mir also lange Zeit gelassen :-). Was daher kommt, dass meine Erwartungen an dieses Buch nicht erfüllt wurden.

Zur Vorgeschichte:

Seit Jahren beschäftige ich mich mit solchen Themen wie in dem Buch; frage mich, ob es nicht etwas anderes gibt, als nur in die meist nicht geliebte Arbeit gehen, sich von Wochenende zu Wochenende hangeln, sich ständig fragen, warum hier so wenig Zusammenhalt ist und vorallem, warum hat Geld so viel Macht?! Wenn man sich mit solchen Dingen beschäftigt, sich mit Alternativen zu den vorhandenen Möglichkeiten, kommt man früher oder später zu diesem Buch.

Früher war vor ein paar Jahren, also 2012, als das Buch rausgekommen ist. Damals hab ichs’s in der Buchhandlung angelesen und war nicht überzeugt, wollte es aber irgendwann mal lesen. Eben wegen des Themas.

Das Irgendwann ergab sich, weil eine Freundin mir das Buch zum Geburtstag geschenkt hat. Es wurde an meinem Geburtstag ziemlich rumgereicht und ein paar Leute wollten es auch noch ausleihen.

Nun aber zum Inhalt :-):

Jan Grossarth zieht durch deutschsprechende Lande um anderslebende Menschen, solche, die eben Alternativen zum Arbeitsalltag für sich gefunden haben, ein Stück weit kennenzulernen und mit ihnen zusammen zu leben.

Das Buch bestätigt zum Teil Vorurteile, wie z.B. das Ökoklischee, das wohl viele im Kopf haben, die von Aussteigern hören. Es nimmt die Romantik des anders lebens und zeigt auf, dass auch ein Journalist, der weitestgehend objektiv darstellen sollte, in Schubladen steckt. Die Menschen in dem Buch leben zwar nicht „normal“, aber es sind eben auch „nur“ Menschen, mit all seinen Streitigkeiten.

Der Autor stellt die Menschen oft so dar: an der Grenze zur Hochnässigkeit, in ihrem Denken auf sich und ihre Ideen fixiert und oft nicht tolerant. Er beschreibt und erlebt von außen. Auch bei diesem Buch, wie so oft bei Sachbüchern, die ein Mann geschrieben hat, fehlt mir das Gefühl (ok, er hat Zahnschmerzen :-)). Es ist mir stellenweise zu trocken.

Es íst dennoch ein interessantes Buch, weil man einen Eindruck von diesen Lebensweisen bekommt. Für alle, die sich dafür interessieren oder mal über den eigenen Tellerrand sehen wollen, ist es sicher lesenswert.

 

 

 

 

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