A recommendation of booktube

Hello lovely people, how are you today? 🙂 Juhu, ein neues Bazpiere Video ist online. Ab und an schau ich wirklich gern mal booktuber an. Nur lesen mir zu viele Jugendbücher (ja, manchmal les ich die auch) oder schlimmer: Jugendbücher mit Fantasyeinschlag (sagen aber dann, dass sie kein Fantasy (oder Highfantasy) mögen…). Im Winter schau ich mehr davon, da kann man sich über Bücher berieseln lassen und nebenbei häkeln oder stricken :-). Whatever, watch that, bitch ;-). Ein, ich weiß nicht, 17 ?-jähriger Ire über seine Leidenschaft wooooooohhh books! 🙂 Sein Hauptgenre sind (englischsprachige) Klassiker, von denen er mit einer Begeisterung erzählt, das mein Literaturherz immer höher schlagen lässt. Aber seht selbst : http://www.youtube.com/watch?v=Scraz9l193Q

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Rezension: Nonni – Erlebnisse eines jungen Isländers von ihm selbst erzählt – Jòn Svensson

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Wie kam ich zum Buch: Ein guter Freund von mir, ist vor kurzem nach Irland ausgewandert und hat mir einige seiner Bücher, die er sonst nirgendst untergebracht hat, vermacht. Den Folgeband, den ich auch gerade lese, hab ich von der Kirchenbücherei, die zugemacht hat, wegen Kirchenrenovierung (die schließen für 2 Jahre die ganze Wallfahrtskirche), geschenkt bekommen.

Hintergrundinformationen: Das Buch wurde erstmals 1913 verlegt. Die Originalsprache ist deutsch. Es gibt insgesamt 12 Nonni-Bücher, die in 30 Sprachen übersetzt wurden. Jòn Svensson ging mit 12 Jahren im Herbst 1870 von seinem Heimatland Island zuerst nach Dänemark und später nach Frankreich zum Studieren. Ein reicher, französischer Adliger ermöglichte dies. Nach jahrzehntelanger Lehrtätigkeit musste Jòn Svensson seinen Beruf aufgeben und hat 1906 angefangen seine Geschichte aufzuschrieben. Es gibt 4 Bände, die in Island spielen. Zu den Erlebnissen mit seinem Bruder Manni gibt es einen Kinderserie und einen Kinderfilm.

Buch und Meinung: In diesem Buch geht es um die Reise von Nonni (der Kindername von Jòn Svensson) von Island nach Kopenhagen. Es fängt damit an, dass die Mutter mit Nonni redet, dass Nonni vorgeschlagen wurde von einem franzöischen Edelmann ein Studium finanziert zu bekommen, der Jungen sucht, die fleißig sind und studieren wollen. Beide finden, dass dies einen große Gelegenheit ist, die man nicht abschlagen soll. Und so kommt es, dass Nonni mit dem Segelschiff Valdemar unter dänischer Flagge nach Kopenhagen mitreist. Er freundet sich mit dem Schiffsjungen Owe, dem Steuermann und dem Kapitän recht gut an, erlebt so einige Abentheuer, einen Sturm, den das Schiff schaukeln lässt, sie landen am Polarkreis zwischen Eisberge und kriegen es mit Eisbären zu tun. Dabei wird ein Matrose schwer verwundet, bekommt eine Blutvergiftung und meint, dass er sterben muss, wird aber noch gerettet. Am vermeintlichen Sterbebett begleitet Nonni den Matrosen, der ihm seine letzte Beichte erzählt. Hier kommt der spätere Priester bereits zum Tragen. Nonni betet so oft er dran denkt zu Gott, wie es ihm seine Mutter geraten hat. Denn, wenn er auch allein unter Fremden ist, Gott ist immer bei ihm. Sein Glaube ist für ihn wichtig und war es wohl bei vielen in der damaligen Zeit noch, aber es nimmt nicht Überhand.

Man muss ihn einfach mögen, den Nonni. Er ist sehr aufgeweckt, freundlich, hilfsbereit und man hat das Gefühl, dass er noch nie etwas Böses gedacht hat. Er steht für die Schwächeren ein und hat ein offenes Ohr. Er ist aber auch gern alleine und hat eine kindliche Lust des Entdeckens in sich. Egal wie groß die Gefahr ist, er verliert nie den Mut. Jòn Svensson erzählt die Geschichte ja, als er schon erwachsen ist. Den Einzelheiten des Staunens tut das keinen Abbruch und man hat das Gefühl, dass er das Staunen sein Leben lang nicht vergessen hat.

Die Sprache ist einfach, klar und etwas altmodisch für unsere Zeit. Doch es ist fast wie ein Lustwandeln durch die Sätze. Ein Beispiel:

„Ich will dir aber sagen, wozu das ist. Bei den großen Stürmen kommt es zuweilen vor, daß die kleinen Schiffe sich so stark auf die Seit legen, daß die Wand zum Boden und er Boden zur Wand wird. Da hält man sich dann an dem gespannten Seil, damit man nicht umgeworfen wird.“ Nun war es mir klar.

Beim Lesen musst ich immer wieder schmunzeln und war ganz eingetaucht in die Geschichte. Bei so viel Güte wie dieser Junge hat, war ich oft gerührt. Ich werde wohl noch oft die Nonnis Welt abtauchen. Das ist wirklich wie eine Auszeit vom Alltag.

Leserunde bei lovelybooks: Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald

Aufgeregt Modus an :-). Ich sitz grad händeklatschend vorm PC, den ich heute, nach 10 Std Arbeit gar nicht mehr anmachen wollte. Aber meine Finger wollten gleich über das schreiben, was heute in der Post war:

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Empfangen hat es mich auf dem Briefkasten (draußen, ja, außerhalb geschützten Bereiches, danke an die Nachbarn, dass sie es nicht mitgenommen haben! :-).

Beim Auspacken hab ich so überlegt, hm, wann hab ich das letzte Mal ein gebundenes Buch (auch hardcover genannt, aber wir sind hier ja schließlich in Deutschland :-)) auspacken durfte. Ich kauf ja selten neue Bücher (das letzte irgendwann im Frühjahr work is not a job), aber gebunden?! Ich hab keine Ahnung wann das war :-). Von daher, hab ich es besonders genossen :).

Mein erster Eindruck vom Cover: städtisch. Ja, es hat etwas Städtisches an sich. Diese Häuserzeile, und die Frau, das Mädl rechts unten kann ich mir gut in nem Park vorstellen, alles um sich herum vergessend, ganz in einer anderen Welt….

Am Buchrücken lacht entgegen:

Foto0878(man beachte, sogar ein Piercing ;))

Unter dem Gesicht verbirgt sich:

Wie eine Buchhandlung einen verschlafenen Ort wieder zum Leben erweckt. „Über die Leidenschaft zum Lesen einen Ort, der langsam zu verfallen droht, und über die Liebe (natürlich!)“ Femina

seufz, hört sich das nicht alles sooooo schön an? So total entzückend! big smile 😉

Ich freu mich, ich freu mich auf das Buch! Nach dieser Woche freu ich mich so richtig das Lesen zu zelebrieren! Denn heute, in diesem Moment ziehe ich Bücher Menschen vor :-).

Da ich wissen wollte, wie man die Autorin ausspricht, hab ich gleich geyoutubt. Und ist schwedisch nicht so eine schöne Sprache?! Hier erzählt Katarina Bivald was ihr Lieblingskind, ähm -buchhandlung ist :-), der deutsche Trailer und der schwedische, leider ohne diesen tollen Sing-Sang von Sprache :-)) Läsarna i Broken Wheel rekommenderar ist der Originaltitel, was, wenn ich mich nicht ganz täusche, Lesen, was Broken Wheel empfiehlt, heißt. Bitte melden, wenn dem nicht so ist! :).

Broken Wheel ist der Ort, von dem eine Amerikanerin nach Schweden Bücher versendet. So beginnt der Roman nämlich, mit einem Brief von ihr, der einem Buch beiliegt. Und was wird gleich erwähnt, das Buch Betty und ihre Schwestern. Ich hab es noch nicht gelesen, sollte ich aber mal nachholen. Bereits in der Seniorita Prim war davon die Rede. Dass es in keinem Haushalt, in dem sich ein junges Mädchen befindet, fehlen darf, weil es zwar nicht das beste Buch und auch nicht das bestgeschriebenste Buch auf Erden ist, aber es enthält eine Welt, in der das Mädchen, wenn es erwachsen ist, immer wieder Schutz, Zuflucht finden kann. Ich mag den Gedanken :-).

Und zum Schluss eine Frau, die über das Buch redet/singt ;-). Ich versteh zwar nur wenige Worte, aber der Klang, es geht um den Klang. 🙂

Mehr von dem Buch, nachdem der Startschuss zum Lesen gefallen ist.

Lesemonate Juni, Juli und a bissl vom August

Huhu,

so, jetzt zeig ich her, was ich von Anfang Juni bis jetzt so gelesen hab.

Juni: 8 Bücher /2583 Seiten

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Juli: 5 Bücher / 2375 Seiten

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Auf den Bilder fehlt Die Wunderübung von Daniel Glattauer (gelesen im Hugendubel), Schatzfinder: Warum manche das Leben ihrer Träume suchen und andere es längst leben von Hermann Scherer (ein inspirierendes Buch, das mir viele Denkanstöße gegeben hat, die wohl beim einmaligen Lesen nicht alle hängen bleiben) und Fettnäpfchenführer Neuseeland von Allen Falls (habe ich verschenkt, bin mal gespannt, ob es der Beschenkten besser gefällt :))

Manche davon hab ich dann erst im August beendet, falls wer mitgezählt hat :).

Sind schon ein paar Bücher. Im Moment hab ich das Gefühl, dass ich nicht viel les, kein Buch beende – außer ein Hörbuch, das hier, auch zu viel auf einmal um es wirklich aufzunehmen, aber es hat mich öfters ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. So leichtfüßig, wie es daher gekommen ist, hat es mein Herz zum Tanzen gebracht :).

 

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Seit Wochen les ich jetzt schon an den 7. Band von Harry Potter hin. Ich find den auch vom Englischen her anspruchsvoller als den 5. und 6. (die davor hab ich auf deutsch gelesen). Im Moment zuckel ich auf Seit 450 rum und vieles in mir schreit nach einer Pause, aber anderseits will ich natürlich wissen, wie sich alles auflöst, wie die strings entwirrt werden.

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Die Bücher auf dem ersten und dritten Bild sind alle von der Bücherei und die auf dem zweiten Bild (die hab ich während des Urlaubs gelesen. Ja, wie soll ich sagen, die von der Bücherei gefallen mir besser, als die, die ich daheim hab. Irgendwie komisch :).

Besonders die zwei Bücher Ich und die Menschen von Matt Haig (folgend abgekürzt mit „I.) und Letzendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan (folgend abgekürzt mit „L.“) (von dem hab ich vor kurzem ein anderes Buch gekauft, ohne zu wissen, dass das der gleiche Autor ist:)) sind ja z.Z. sehr beliebt. Man kann die durchaus vergleichen, find ich. In beiden geht es um Außerirdische (in L. nicht wird es zwar nie ausgesprochen, aber irdisch ist es ja nicht, wie der A ist :)).

Mir haben beide gefallen, I. aber besser. In L. ist die Liebesgeschichte mehr im Vordergrund, was nicht so das meine ist (manchmal schon, aber ich hab das Gefühl, ich les das z.Z. viel zu viel :). Schnulz, trief, knutsch…. Augenverdreh). Und I. ist mir das Ende etwas zu schnell und zu chaotisch. Hoppla die hopp und schon ist der eine weg und der andere da.

Das Ende in L. gefällt mir besser, da hab ich schon öfters gelesen, dass vielen das nicht gefällt. Viele finden es gezwungen. Mich hat es an die Szene in Twilight erinnert, in der der eine Werwolf auf ein Baby gebrannt (ja, heißt das da so?!) wird. Und Bella dazu frägt „und wenn sich das Baby, wenn es älter wird, nicht für den Werwolf entscheidet?“ und ihr geantwortet wird „wie kann sie sich nicht für ihn entscheiden, wenn er sich so liebevoll um sich kümmert?!“ [frei nacherzählt].

Das Erwachen der Senorita Prim von Natalia Sanmartin Fenollera hatte wirklich schöne Stellen drinnen. Stellen, bei denen das Lächeln die Augen erreicht. Zum Beispiel:

„Was kann ich tun, damit Sie nicht mehr weinen müssen?“
„Ich fürchte, gar nichts“, antwortete die Senorita Prim gerührt. „Das wird dir jetzt noch nichts nutzen, Septimus, aber wenn du einmal älter bist und eine Frau weinen siehst, dann erinner dich daran, dass es in diesem Fall das Beste ist, nichts zu tun, absolut gar nichts.“

Die Senorita Prim war mir teilweise zu eingebildet, zu störrisch, zu unsympathisch. Obwohl sie immer wieder das Gegenteil behauptet. Die Mutter des Mann im Lehnstuhl bringt es mal auf den Punkt:

„Den Zwang, mit dem Sie alle ständig Ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen wollen, um deutlich zu machen, dass sie dies und jenes wissen, um zu versichern, dass Sie alles erreichen können. Den Zwang, zu triumphieren, und den – noch größeren – Zwang, nicht zu scheitern; den Zwang, nicht unter-, sondern hochgeschätzt zu werden, nur aus dem Grund, dass zu sein, was jede von Ihnen zu sein glaubt oder was man Sie hat glauben lassen. Den unerklärlichen Zwang, dass die Welt die simple Tatsache, eine Frau zu sein, als Verdienst anerkennt. Oh, jetzt sind Sie wütend auf mich, oder?“

Es ist ein vielschichtiges Buch, das man wohl öfters lesen kann. Sind es nicht die Bücher, die Ecken und Kanten haben, die einem immer wieder beschäftigen und nicht die, an denen einem ziemlich viel, von Anfang an gefällt. Dazu noch ein Zitat aus dem Buch:

„Wir können viele Gedichte und Geschichten auswendig; das ist das Erste, was wir mit allen Texten machen.“ erklärte Tesseris mit ihrer weiten Stimme. „Er meint, dass man so lernt, die Bücher zu lieben, dass das viel mit dem Erinnern zu tun hat. Er sagt, dass wenn ein Mann sich in eine Frau verliebt, er sich als Erstet ihr Gesicht einprägt, um sich an sie erinnern zu können, an die Farbe ihrer Augen und ihres Haars; ob sie Musik mag, ob sie lieber Schokolade isst oder Plätzchen, wie ihre Geschwister heißen, ob sie Tagebuch schreibt, ob sie eine Katze hat…“ […]
„Und genau so ist es mit den Büchern“, fuhr Tesseris fort. „Während des Unterrichts lernen wir Textstücke auswendig und tragen sie laut vor. Und dann lesen wir die Bücher, reden darüber und lesen sie dann noch einmal.“