Lesemonat Juni – 11 Bücher, 3065 Seiten

Was für tolle Bücher ich im Juni lesen durfte!

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Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin von Thommie Bayer war ein typischer Bayer, gut erzählt. Es hat mir echt gefallen. Besonders diese leise, eindringliche Art der Katze :-).

Lieben sich zwei von Stefan Moster spielt in Hamburg. Man lernt ein Pärchen kennen, das versucht ein Kind zu bekommen, aber es will einfach nicht klappen. Neben dem Gefühlsstrudel, bewegt man sich mit den zwei durch Hamburg. Und wenn man schon mal dort war, kann man sich so richtig vorstellen, wo das gerade ist. Und schreiben kann der Autor! Der Schreibstil war für mich das beste am Buch. Es hat ein paar Längen, aber ist auch nicht kitschig, was ein großer Pluspunkt ist.

– In Mein Nachbar Urs von Alex Capus habe ich gelernt, dass man Capus französisch ausspricht, also Capü. Echt – ich bin in Versuchung „nette“ zu schreiben, aber das der fade Beigeschmack von dem Wort wird dem Buch nicht gerecht – tolle Kurzgeschichten über die Nachbarn Urs :-). Wer dem schweizerischen mächtig ist (ich bin’s nicht :-)), hier eine kleine Lesung. Sehr unterhaltsam, Capus ist und bleibt einer meiner Lieblingsschriftsteller.

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– Von der Schatzinsel von Robert Louis Stevenson kommt noch ein Vergleich. 3 deutsche Übersetzungen und das Original hab ich abwechselnd gelesen. Vorab: wer es noch nicht gelesen hat (viele haben es ja in der Kindheit gelesen. Schön, wenn man über Bücher mit Kollegen sprechen kann, die sonst nicht lesen. Da hieß es bei dem Buch, ja, hab ich damals gelesen und fand ich klasse :-)) – unbedingt lesen!!

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Nie war ich furchtloser von Inge Viett ist so sprachgewaltig! Wow! Es ist eine Autobiografie, die sie im Gefängnis geschrieben hat. Inge Viett war jahrzehntelang Mitglied der Bewegung 2. Juni. Total interessant zu lesen, wie das damals war. Im Klappentext steht, dass Viett klar und schnörkellos beschreibt ohne zu werten. Dem kann ich zustimmen. Natürlich gibt sie oft ihren Meinung zum Besten, aber nie zu sehr. Man bekommt einen anderen Blickwinkel auf diese deutsche Geschichte. Besonders interessant fand ich die Schilderungen in der DDR; wie dort der Arbeitsalltag war und wie es nach der Wende dort war.

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Mein Urgroßvater und ich von James Krüss. Wer kennt nicht von James Krüss Henriette Bimmelbahn (falls nicht: nachholen! 🙂 Und am besten Kindern vorlesen! :-)). Aber in diesem Buch sind nicht nur Reime enthalten, sondern eine Geschichte drumrum und kleine Erzählungen und Märchen. Für mich eines der besten Kinderbücher, die ich je gelesen habe. Dabei würd ich sagen, dass man es ab der ersten Klasse vorlesen kann. Die Gedichte und Geschichten, die der Urgroßvater und dessen Enkel schreiben handeln alle von der Sprache. Und jetzt weiß ich endlich, warum im Deutschen die Artikel willkürlich zugeordnet sind 😉 Mehr über James Krüss hier.

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Als die Kinder verschwandern von Arthur Cavanaugh war das Buch im Juni, das mir am wenigsten gefallen hat. Schlecht war es trotzdem nicht. Der Roman wurde 1950 veröffentlicht. Allein das war interessant, was für Unterschiede gibt es im Gegensatz zu heute. Wenn man nicht ziemlich am Anfang wissen würde, was mit den Kinden passiert ist, hätte es eine Entführungsgeschichte werden können. Die Gefühle, die die Eltern haben, werden sehr detailreich beschrieben. Die Stimmung von der Zeit kommt auch gut durch (es spielt in New York).

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Traumpfade von Bruce Chatwin. Hier eine ausführliche Rezi. Die Sequenzen, die von den Notizbüchern von Chatwin stammen, hab ich nur halb gelesen. Ich finde, das ist nichts, was man einfach so wegliest, sondern immer mal wieder was davon. Die Stimmung im Buch habe ich sehr genossen.

Damit ihr mich nicht vergesst von Mitch Albom. Schon lange hab ich kein Buch mehr von Mitch Albom mehr gelesen. Ich glaub, das mir jetzt noch zwei von ihm fehlen, dann hab ich alle gelesen. Fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen war lange mein Lieblingsbuch. Der Untertitel von dem hier heißt: Die wahre Geschichte eines letzen Wunsches. Der Rabbi von Albom Mitch bittet ihn seine Trauerrede zu halten. Sie lernen sich deswegen besser kennen. Von diesem außergewöhnlichen Rabbi und einem genauso außergewöhnlichen Priester handelt dieses Buch. Dabei musst ich mir öfters denken, wie gut es wir haben!

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– Zu Heyerdahl – Auf dem Floß zum Forscherruhm und Reisen von Ragnar Kvam jr. und Reisen im Licht der Sterne von Alex Capus kommt die Tage eine extra Rezi

Sonnige Lesetage! 🙂

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