Südsee ahoi! Von Thor Heyerdahl über Alex Capus zu Robert Louis Stevenson

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Vor einiger Zeit wurde ich auf diese Biografie (es gibt einige andere, wie z.B. die hier) von Thor Heyerdahl durch dieses Video aufmerksam.

Anna Eule fasst schon recht gut und knapp das Buch zusammen. Nur, wird nicht sein ganzes Leben, sondern nur bis ca. 1970. Hier sein Wikipediaeintrag zum Nachlesen, was er denn sonst so gemacht hat. Bekannt geworden ist Heyerdahl wegen seiner Kon-Tiki-Expedition, die letztes Jahr nochmals verfilmt wurde.

Meiner Meinung nach ist es gut geschrieben. Es ist informativ und trotzdem spannend. Nur den Heyerdahl selber find ich, aufgrund des Buches, unsympathisch. Es ist bemerkenswert, dass er trotzallem an seiner Theorie festhält, dass Polynesien von Südamerika besiedelt wurde und nicht von Asien, wie zu seiner Zeit angenommen. Aber mir kommt er wie ein verwöhnter Schnösel vor, der auch unbedingt als Wissenschaftler anerkannt werden wollte. Und besonders, dass er mit seiner Crew auf der Kon-Tiki zum Zeitvertreib Haie getötet hat… ohne Worte… als Zoologe….

Im Anschluss hab ich dieses schöne Buch gelesen:

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Reisen im Licht der Sterne von Alex Capus. Und alleine wenn der Name als Autor draufsteht (nicht als Übersetzer, wie ich bei Die Verschwörung der Idioten von John Kennedy Toole feststellen mussste. Ich hab es nach ca. 200 Seiten abgebrochen, weil der Protagonist sowas von zu blöd war… :-)), muss das Buch gut sein. Mittlerweile hab ich 11 von seinen 19 Büchern gelesen. Der Rest kommt auch noch :-).

Fesselnd erzählt Capus die Geschichte des Schriftstellers Robert Louis Stevenson und seiner Schatzinsel. Hatte Stevenson wirklich eine Karte der Schatzinsel? Und wo würde diese Insel sein? Es gibt zwei Inseln, die Coconut Island heißen und gut und gerne die Schatzinsel sein könnten (falls es sie denn gibt :-)). Eine westlich von Peru und eine südlich von Samoa. Besonders um erstere ranken sich Piratenmythen, die im Buch entsponnen werden. Einladend wirkt keine der Inseln mit ihrer nahezu 100% Luftfeuchtigkeit.

5 Sommer war Capus für die Recherchen zum Buch mit seiner Familie auf Samoa. Vieles darin ist nachweisbar. Die Lebensdaten von Stevenson aus Biografien von ihm (es gibt zig davon… Capus recheriert noch weiter (wie immer sehr gründlich)), die Bewohner der Coconut Island, trotzdem ist der Untertitel „Eine Vermutung“ und das Buch selbst als Roman tituliert. Da ist wohl dem Leser seine Vorstellungskraft gefragt ;-).

Um den Kreis zu schließen (in Reisen im Licht der Sterne wird Thor Heyerdahls Fahrt mit seiner Kon Tiki erwähnt), hab ich danach Die Schatzinsel gelesen. Mehr dazu in Kürze :-).

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