Lesemonat Oktober – 8 Bücher, 2449 Seiten

Huhu,

und scho hamas wieder; der Oktober nähert sich dem Ende; das Jahr nähert sich dem Ende. Warum sind Klischees oft nur so wahr…. Die Zeit vergeht wie nochmal was….

Aber auf zu den Büchern 🙂

Foto0729

eat pray love – Elizabeth Gilbert hat mich durch Irland begleitet. Ausgelesen hab ichs dann aber erst in Köln. Dadurch, dass es auf englisch war, hab ich wirklich lang gebraucht. Aber durch die Verlangsamung erleb ich englische Bücher aber auch intensiver. Nur bin ich meist zu ungeduldig mehr auf englisch zu lesen :). Vor Jahren hab ich den Film dazu (auf englisch; das ist wieder mal so einer, der auf deutsch grausig ist. Findet das noch jemand?) gesehen und fand ihn ganz gut. Der Film ist sehr nah am Buch (mit einigen Abweichungen), bloß das Buch ist natürlich ausführlicher. Mir hat es gut gefallen. Es ist wirklich ein Wohlfühlbuch, auch wenn Elizabeht Gilbert seelische Schmerzen verarbeitet. Sie zeigt, dass es weiter geht, dass man sich für sich selbst Zeit nehmen soll. Ihr Schreibstil ist fast poetisch, aber sehr luftig, leicht. Schön fand ich es auch, dass ich beim Reisen auch im Kopf gereist bin. Vor ein paar Tagen hab ich auch einen TED-Talk von ihr entdeckt, der ihr Wesen und das das Buches auch widerspiegelt. Außerdem ein schöner Gedanke, dass man von Genies besucht, heimgesucht werden kann :-).

Foto0847

Wem die Stunde schlägt – Ernest Hemingway. Wow, was für ein Buch, was für eine Erzählkraft. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten. Schlicht, aber doch ausführlich. Ich hab ca. 100 Seiten gebraucht um rein zu kommen, aber dann hat mich der Erzählsog erwischt. Trotzdem war es wohl das Buch, an dem ich in dem Monat am längsten gelesen hab. Vier Tage Guerillakrieg in Spanien über fast 550 Seiten beschrieben sind keine leichte Kost. Beim Lesen und auch hinterher weiß man, warum Hemingway zu den Klassikern, zur Weltliteratur gehört. Mir hat es auch besser als Der alte Mann und das Meer gefallen. Aber es war bestimmt nicht mein letzer Hemingway. Ich weiß echt nicht, wie ich jemals meine Want-to-Read-Liste verkleinern soll, wenn ich so tolle Autoren kennenlerne und dann immer mehr von denen lesen will :-).

Annahmen über die Wüste – Dominique Sigaud ist, soweit ich gesehen hab, der einzige Roman der Autorin (sie hat noch Reisereportagen geschrieben). Ein ziemlich kurzes, großgeschriebenes Buch, dass eine Begebung in den letzten Kriegstagen bzw. ersten Nicht-Kriegs-Tagen (ja, schon wieder Krieg, ich war grad so im Thema drin :)) von verschiedenen Blickwinkeln beschreibt. Ich fands gut. Könnte man auch gut verfilmen. Man erfährt erst mit der Zeit, wie die einzelnen Geschichten zusammen hängen. Es kommt etwas Magie vor, die man wohl besser versteht, wenn man die Kultur Afrikas (es wird nicht erwähnt, wo die Handlung spielt, nur in einer Wüste) besser kennt. Die Sprache ist poetisch, doch klar (sorry, wenn ich mich grad etwas wiederhole, aber es stimmt :)). Auch wieder ein Buch, das mir gut gefallen hat.

Foto0829

– Von Die Mitte von Allem – Anna Shinoda sind viele total begeistert. Ich nicht ganz so, was vermutlich aber daran liegt, dass es einfach ein Jugendbuch ist. Als solches finde ich es wirklich lesenswert. Ab und an brauch ich was Seichtes und da hab ich bis jetzt immer zu Jugendliteratur gegriffen. Vielleicht muss diese aber dann auch noch einfach sein. Das Buch war mir zu schwermütig (klar, es behandelt kein leichtes Thema) und am Schluss fand ich die Protagonistin zu selbstbewusst und für mich ist sie mit der Situation zu gut umgegangen, dass es nicht mehr so glaubwürdig war. Wer solche Jugendbücher aber mag, dem kann ich das Buch empfehlen.

Foto0849

Das Blubbern von Glück – Barry Jonsberg wurd von den Booktubern auch so gefeiert. Wahrscheinlich, weil es direkt ins Muster von denen fällt. Unterstell ich jetzt einfach mal :). Was mir bei den deutschen Booktubern aber immer wieder auffällt, dass die total viel Fantasy und Jugendbücher aller Art lesen oder fast nur etwas gehobenere Literatur. Dazwischen, wo ich mich seh, wüsst ich jetzt keinen. Ein paar gibts, die lesen zwischendurch Historisches/Krimis/Thriller, was ich ja auch nicht so les. Vielleicht mach ich demnächst mal eine Booktuber Übersicht, was ich alles schau :). Für Empfehlungen bin ich immer dankbar. Zurück zum Buch, nur ganz kurz, ich fand es eine schöne Geschichte und als ein Jugendbuch wirklich lesenswert.

Bei Nonni und Manni – Die Jungen von der Feuerinsel – Jon Svensson hab ich mir irgendwann gedacht „Die Geschichte mit dem Eisbär kennst du doch“. Vor einiger Zeit hab ich ja schon mal ein Nonni und Manni Buch gelesen, das dem hier sehr ähnlich ist. Die Grundgeschichte ist die gleiche, ein unschuldiger Mann wird gejagt, Nonni und Manni wollen ihm helfen; Im Schneesturm werden sie von Eisbären gejagt; Nonni stürzt in ein Schneeloch (da ist der Wortlaut schon fast der gleiche); am Schluss klärt sich alles auf (das ist nicht zu viel verraten, hey, das ganze ist ein Kinderbuch, natürlich ist dem so :). Trotzdem ist es nicht langweilig). Die Nonni-Bücher basieren ja auf der Kindheit vom Autor. Was ich etwas komisch finde, da die Geschichte in den zwei Büchern sich schon unterscheidet. Am Schluss steht, dass das das Buch zur Serie ist. Für Zwischendurch wars ok, dass ich nochmal das Buch gelesen hab. Bin immer noch ein Nonnifan :). Jetzt brauch ich erstmal wieder Nachschub, hab kein Nonnibuch mehr auf meinem SuB.

– Über Intelligente Verschwendung – The Upcycle: Auf dem Weg in eine neue Überflussgesellschaft – Michael Braungart und William McDonough könnt ich ne ganze Rezi schreiben. Aber dazu hab ich grad keine Lust :-). Ich weiß aber, wenn ich sag, ich schreib die später, wird’s wieder nichts :-). Wem das Thema interessiert gibt es hier eine Erklärung was das Ganze ist. Und hier der Link zum Verein. Hier in München gibt’s den auch und ich war schon 2x dort. Richtig, ich find das Prinzip gut und interessant :), weiß allerdings nicht, wie weit das großflächig umsetzbar ist und ob „nur“ diese Umstellung reicht oder ob das ganze System dazu auch einer Änderung bedarf. Auf alle Fälle kuhl, dass ich was gefunden hab, das ich mir mal genauer anschauen will.

Foto0853

– last but not least: Sean Connery – Von James Bond zu Bruder William – John Parker. Eine Biografie Sean Connerys von den Anfängen seiner Schauspielkarriere bis 1992. In der Einleitung wird es schon angesprochen, Connery besteht auf sein Privatleben und gibt wenig Interviews. Der Autor musste daher viele Personen Connerys im Umfeld befragen. Viel, was Connery bewegt hat so zu handeln bleibt unklar. Aber auch, wenn man es selber erzählt, ist es ja nicht klar, dass das der wahre Grund war so und nicht anders zu handeln. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam. Es ist sehr hm, wie sagt man, rich, satt. Ich musste nicht nachdenken, sondern hab eine Lebensgeschichte erzählt bekommen von einem, der im Rahmen seiner Möglichkeiten zu seinem Wort gestanden ist und das auch von anderen erwartet hat. Connery ist z.B. als erster überhaupt wegen des Geldes von Filmproduzenten vor Gericht gezogen, weil er es unfair fand, dass die viel mehr an James Bond verdient haben, als er. Wie hoch das Niveau ist, auf dem hier „gejammert“ wird, über das lässt sich streiten :). Nach jedem Film, von dem im Buch die Rede ist, heißt es so in der Art „Der Film war nicht so toll, aber alle haben die Leistung Connerys gelobt, was für ein toller Schauspieler er doch ist“. Amüsant zu lesen :).

Einen schönen Lesemonat euch (und mir :)). Bin zufrieden mit dem Oktober und gespannt auf den November :).

Liebe Lesegrüße

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s